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Das Stück

Es ist die Geschichte von Mr. und Mrs. Antrobus, ihrer Kinder Henri und Greta und ihres Hausmädchens Sabina. Die Familie durchlebt, stellvertretend für die gesamte Menschheit, essenzielle Katastrophen der Menschheitsgeschichte in drei Akten (Eiszeit, Sintflut, Krieg). Zusammen bauen die Mitglieder der Familie Antrobus ihr Leben immer wieder auf.

Im ersten Akt kündigt ein Nachrichtensprecher, und später der Telegrammbote, eine Eiswand an, die sich von Dänemark nach Süden bewegt und vor der die Menschen fliehen. In Hamburg-Bramfeld ist die Welt der Familie Antrobus mit ihren Dinosaurier- und Mammut-Haustieren aus den Fugen geraten. Während Magda Antrobus sich um das Überleben der Familie kümmert, telegrafiert ihr Mann Georg aus seinem Büro in der Stadt, wo er an der Entwicklung des Alphabets und des Einmaleins arbeitet. Sabina, das exzentrische, sprunghafte Hausmädchen, und die ehemalige Geliebte und Muse des Hausherrn, hat das Feuer ausgehen lassen und diskutiert mit Mrs. Antrobus über ihre Kündigung. Als Antrobus nach Hause kommt, beruhigt er die Familie und mahnt, dass das Feuer nicht ausgehen darf. So verbrennen sie nach und nach alles entbehrliche Holz. Trotz Widerspruch seiner Frau, die Angst vor Vagabunden hat und sich nur um das Überleben ihrer Familie sorgt, lässt er Flüchtlinge ins Haus. Als Sohn Henri, der auf der Stirn eine Narbe trägt, mit einem Stein einen Nachbarsjungen erschlägt, der ihm das vom Vater erfundene Rad wegnehmen wollte, verliert der Vater kurzzeitig die Hoffnung auf ein Leben in einer vernünftigen Welt. Jetzt ist es seine Frau, die die Initiative ergreift und mit Sabina dafür sorgt, dass genug Feuerholz herbeigeschafft wird, um das Überleben zu sichern.

Im zweiten Akt lobt Präsident Antrobus auf der 6000. Jahresversammlung der Säugetiere in Kiel die Entwicklungsfortschritte der Gattung, gibt nach einer harten Zeit der Arbeit die neue Losung „Amüsiert euch!“ aus und verleiht den Titel der „Miss Schleswig-Holstein“ an Lily-Sabina Schönwetter, die Inhaberin des Bingo-Spielsalons. Seine Frau ruft dagegen in ihrer Rede zur Rettung der Familie auf. Während sich die Gäste auf der Strandpromenade vergnügen, destabilisiert sich erneut die Antrobus-Familie. Henri bedroht mit einer Schleuder einen Pfleger und verletzt einen Mann mit einem Stein. Greta stolziert zum Ärger ihrer Eltern mit aufreizend roten Strümpfen herum. Antrobus lässt sich von Lily verführen und will zu seiner Selbstverwirklichung seine Frau verlassen. Inzwischen zieht ein Hurrikan auf und es regnet in Strömen. Die von der Wahrsagerin prophezeite Sintflut setzt ein und die sich wieder-findende Antrobus-Familie rettet sich zusammen mit Tierpaaren gerade eben noch auf ein Schiff.

Im dritten Akt trifft sich die Familie nach dem Ende eines mehrjährigen Krieges wieder im zerstörten Haus. Mrs. Antrobus und Greta mit ihrem Baby kriechen aus dem Keller. Mrs. Antrobus beginnt sofort in ihrem Haus mit Aufräumarbeiten. Dagegen sieht Sabina keinen Sinn in einem Neuanfang, da die nächste Katastrophe wieder alles zerstören würde. Henri hat es mit seinen Aggressionen zum General gebracht und richtet seinen Zorn gegen seinen Vater, dessen Bücher er verbrennen will. Er sei immer ausgegrenzt worden und niemand habe sich um ihn gekümmert. Er erkennt keine Autorität über sich an und will weit weg von seiner Familie für sich seine eigene Welt aufbauen. Als sein Vater bei seiner Rückkehr die Hasstiraden seines Sohnes hört, reagiert er frustriert. Henri und Antrobus gehen aufeinander los und werden von Sabina getrennt. Der erschöpfte Antrobus und seine Frau besprechen einen Neuanfang, wobei sie sich vom Inhalt der geretteten Bücher inspirieren lassen. Sie sind zuversichtlich, dass es auch diesmal irgendwie weitergehen wird.

Quelle: Wikipedia (gekürzt und leicht abgeändert)

Aufführungsrechte: Deutscher Theaterverlag, Grabengasse 5, 69469 Weinheim


Der Autor:

Thornton Wilder wurde am 17. April 1897 in Madison (Wisconsin) als Sohn des Zeitungsverlegers Amos Parker Wilder und dessen Ehefrau Isabella Thornton Niven geboren. 1906 wurde sein Vater als amerikanischer Generalkonsul nach Hongkong und später nach Shanghai berufen. Wilder verbrachte daher einen Teil seiner Kindheit in China, wo er eine englische (1911) und eine deutsche Missionsschule (1912) besuchte.

Er begann Theaterstücke zu schreiben, als er Schüler an der renommierten Thacher School in Ojai (Kalifornien) war, wohin er nicht recht passte, so dass er von seinen Mitschülern als überintellektuell gehänselt wurde.

1915 beendete Wilder seine Schulzeit an der Berkeley High School in Kalifornien. Von 1915 bis 1917 studierte er neuere Sprachen am Oberlin College in Ohio und ging dann 1918 an die Yale University. Er meldete sich während des Ersten Weltkriegs freiwillig zum Kriegsdienst und diente acht Monate bei einer Artillerieeinheit der amerikanischen Küstenwache. An der Yale University erwarb er 1920 den Bachelor of Arts und veröffentlichte sein erstes Drama The Trumpet Shall Sound in der Universitätszeitschrift.

Von 1920 bis 1921 besuchte er die American Academy in Rome. Anschließend war er zwei Jahre lang als Französischlehrer an der Lawrenceville School in New Jersey tätig. 1925 erhielt er an der Pronceton University den akademischen Grad eines Master of Arts in Französisch. Ein Jahr später wurde sein erster Roman, The Cabala, veröffentlicht, dessen Niederschrift er bereits in Rom begonnen hatte. Kommerziell erfolgreich und weithin bekannt wurde Wilder 1927 mit dem Roman The Bridge of San Luis Rey>, der ihm zudem 1928 den ersten Pulitzer-Preis einbrachte und mehrfach verfilmt wurde. 1928 wurde er in die American Academy of Arts and Letters gewählt.

1931 veröffentlichte Wilder unter dem Titel The Long Christmas Dinner eine Sammlung von Einaktern. Während dieser Jahre lehrte Wilder vergleichende Literaturwissenschaft an der University of Chicago. Seinen zweiten Pulitzer-Preis erhielt Wilder 1938 für das abendfüllende Stück Our Town, einen Dreiakter, der in der fiktiven Kleinstadt Grover’s Corners in New Hampshire spielt. Our Town ist das bekannteste Beispiel für Wilders besondere dramatische Technik, die mit einem Erzähler, dem so genannten „Spielleiter“ arbeitet, der gewissermaßen die Rolle des antiken Chors bzw. der Mauerschau übernimmt und durch eine minimale Ausstattung der Bühne die Universalität menschlicher Erfahrungen zu unterstreichen versucht.

Den dritten Pulitzer-Preis erhielt Wilder für sein Stück The Skin of Our Teeth (dt.: Wir sind noch einmal davongekommen). Es wurde 1943 uraufgeführt. Die Themen entsprechen denen vieler anderer Werke Wilders: Krieg, Seuchen, ökonomische Depression und Feuer als existenzielle Erfahrungen des Menschen. Indem die Grenzen von Zeit und Raum ignoriert werden, reichen vier Charaktere und drei Akte aus, um die Geschichte der Menschheit aufzurollen.

Während des Zweiten Weltkriegs meldete sich Wilder erneut freiwillig zum Kriegsdienst und gehörte zwischen 1942 und 1945 einem amerikanischen Luftwaffenstab in Afrika und Italien an. Er wurde zum Lieutenant Colonel in den U.S. Army Air Forces Intelligence befördert.

Er übersetzte Stücke von Andre Obey und Jean-Paul Sartre. Von 1950 bis 1951 war er Professor of Poetry an der Harvard University und leitete 1952 die amerikanische Delegation der UNESCO-Konferenz in Venedig. Insgesamt schrieb Wilder sieben Erzählungen, drei größere Theaterstücke, zahlreiche Einakter sowie eine Vielzahl kleinerer Werke wie Essays, „Dreiminutenspiele“ und wissenschaftliche Artikel. Seine letzte Erzählung, Theophilus North, erschien 1973. Wilder starb am 7. Dezember 1975 in Hamden (Connecticut).

Quellen:

Text: Wikipedia (leicht gekürzt)
Bild: Thornton Wilder als Mr. Antrobus in The Skin of Our Teeth. Fotografie von Carl van Vechten, 1948


Die Mitwirkenden

Daniel Austen, Britta Bösenberg, Charlotte Buggenthin, Uli Engelfried, Ulrike Grocke, Leonie Körzel, Katharina Lienert, Thomas Meyn, Carsten Rinio, Thorsten Schmidt, Janis Schönleiter, Sina Schönleiter, Benjamin Sitohang, Claudia Walz, Leonie Ziemke

Regie und Bearbeitung: Karen-Ann Roschild


Premiere

Sonnabend, 31.10.2026, 20.00 Uhr

Weitere Aufführungen

Sonntag, 01.11.2026, 19.00 Uhr
Sonnabend, 07.11.2026, 20.00 Uhr
Sonntag, 08.11.2026, 19.00 Uhr

Alle Aufführungen im Hamburger Sprechwerk, Klaus-Groth-Straße 23, 20535 Hamburg

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